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Ratgeber

Lieb & teuer: Unser Kaffee

Kaffee teurer als je zuvor: Preise steigen stark – alle Fakten zum beliebten Wachmacher im Überblick

von Barbara Auer , Friederike Storz

· Lesezeit 2 Minuten.
Vom Wachmacher zur Wissenschaft: Die Kaffeebohne hat viele Facetten. Illustrationen: c_butenkow – stock.adobe.com (Kaffeeflecken), c_Marina Zlochin – stock.adobe.com (alle anderen)

Täglicher Begleiter

„Erst mal ’nen Kaffee“: 3,3 Tassen trinkt der durchschnittliche Bundesbürger pro Tag. Filterkaffee, die beliebteste Zubereitungsart, gibt es in jedem zweiten Haushalt. 40 Prozent nutzen Vollautomaten, rund ein Zehntel hat eine Kapsel- oder Siebträgermaschine. Italienische Spezialitäten wie Cappuccino und Espresso kamen bei uns übrigens erst in den 1960er Jahren auf.

Vom Äquator an die Börse

Kaffee ist ein wichtiges Welthandelsgut, die Sorten: Arabica und Robusta. Deutschland hat 2024 rund 1,25 Millionen Tonnen davon eingeführt. 

Der Rohstoff wird an den Kaffeebörsen in New York und London gehandelt. Anbaugebiet ist der „Kaffeegürtel“ um den Äquator. Größter Produzent: Brasilien, vor Vietnam und Kolumbien. Als Urheimat der Pflanze gilt die äthiopische Provinz Kaffa. Das Wort Kaffee kommt aber wahrscheinlicher vom arabischen Wort „Kahwe“ – für: Stärke.

Nachhaltigkeit

Jede fünfte hierzulande verkaufte Packung trägt inzwischen ein Nachhaltigkeitssiegel. Besonders bekannt: Fairtrade-Kaffee.

Hitze und Dürren

Kaffee hat sich im Vergleich zu den meisten anderen Nahrungsmitteln stark verteuert. Ein Grund sind die hohen Importpreise für Rohkaffee: Extremwetter verursachen weltweit Ernteausfälle. Dazu kommen die Transportkosten und eine steigende Nachfrage: In China und Japan wird Kaffee immer beliebter.

Wissenswertes zu Deutschlands beliebtestem Heißgetränk: Illustrationen: c_butenkow – stock.adobe.com (Kaffeeflecken), c_Marina Zlochin – stock.adobe.com (alle anderen)

Muntermacher

Kaffee ist Bürogetränk Nummer 1. Kein Wunder: Die Kaffeeküche ist inoffizieller Treffpunkt in vielen Betrieben. Die Firmen sind da großzügig: Zwei Drittel bieten ihren Mitarbeitenden kostenfreien Kaffee an.

Gesunde Tasse

In Maßen genossen kann Kaffee die Gesundheit fördern und zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. 400 Milligramm Koffein am Tag gelten für gesunde Erwachsene als unbedenklich. Das entspricht etwa 3 bis 5 Tassen – je nach Stärke.

Koffein-Kick

Das Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem, macht wach und konzentriert. Es blockiert die Wirkung von Adenosin, einem Botenstoff, der dem Körper Müdigkeit signalisiert. Doch Genuss geht auch ohne: Kaffeehändler Ludwig Roselius, der Gründer von Kaffee HAG, erfand 1903 ein kommerzielles Verfahren zur Entkoffeinierung.

Kultige Bohne

Kaffee ist eine Wissenschaft für sich: Es gibt heute Barista-Schulen, Latte-Art-Seminare – und seit Kurzem sogar die Formel für perfekten Espresso von einem Professor aus der Schweiz. Kaffeesatz hält für vieles her: als Dünger im Garten, Geruchsentferner im Kühlschrank oder zur Abwehr von Insekten.

 

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Über die Autoren

 Barbara Auer

Barbara Auer

Barbara Auer berichtet direkt aus dem Südwesten über die dortige Industrie. Nach dem Studium der Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre volontierte sie beim „Münchner Merkur“. Wenn Barbara mal nicht fürs Kautschuk-Magazin oder andere Arbeitnehmer-Medien im Einsatz ist, streift sie gerne durch Wiesen und Wälder – und fotografiert und filmt dabei, von der Blume bis zur Landschaft

 Friederike Storz

Friederike Storz

Friederike Storz berichtet aus München über Verbraucherthemen und ist regelmäßige Autorin der Infografikseiten. Die ausgebildete Redakteurin ist Wirtschaftsgeografin und kam vom Berliner „Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“ zu IW Medien. Sie begeistert sich für Natur und Technik, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftspolitische Themen. Privat liebt sie Veggie-Küche und Outdoor-Abenteuer in Bergstiefeln, Kletterschuhen oder auf Tourenski.