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Der Einwuff

Der Einwuff: Klein, elektrisch, unaufhaltsam

Bonzo beobachtet den Schulparkplatz – und entdeckt, dass Teenager die Mobilität neu erfinden

von Bonzo, dem Ballonhund

· Lesezeit 2 Minuten.
Bonzo ist das Maskottchen der Kautschukindustrie bei der IdeenExpo: Illustration: IW Medien

Neulich kam ich mit Herrchen an einer Schule vorbei. Morgens, viel Betrieb, viele Fahrräder, viele Elterntaxis. Und inmitten des Trubels rollte ein kleines Auto lautlos auf den Parkplatz. Und ich meine: klein. Wirklich klein. So klein, dass ich kurz dachte, jemand hätte einen Einkaufswagen verkleidet. Am Steuer: ein Jugendlicher. Stolz wie ein Junghund mit frisch erbeutetem Stöckchen.

Diese sogenannten Micro-Cars, auch Leichtkraftfahrzeuge genannt, begegnen uns inzwischen immer häufiger beim Gassigehen. Klein, elektrisch, 45 Stundenkilometer „schnell“. Und fahrbar ab 15 Jahren, mit Moped-Führerschein.

Das ist schon interessant. Schließlich höre ich euch seit Jahren erzählen, junge Menschen hätten mit Autos nicht mehr viel am Hut. Zu teuer, nicht mehr zeitgemäß. Und nun fahren plötzlich ausgerechnet wieder Teenager motorisiert durch die Gegend. Nicht im Sportwagen, wohlgemerkt. Diese Gefährte sehen ja eher so aus, als hätten sie sich aus einem Comic auf eure Straßen verirrt. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto nachvollziehbarer wird die Sache allerdings. Diese kleinen Kisten besetzen eine Lücke. Zwischen Fahrrad, Bus und dem ersten richtigen Auto. Und wer auf dem Land lebt, versteht den Reiz vermutlich sofort. Der Bus fährt selten, Training ist um sechs und die Eltern haben schließlich auch noch ihr eigenes Leben. Oder vielleicht sogar einen Hund …

Apropos: Für uns Hunde ist Mobilität vergleichsweise ziemlich einfach. Wenn ich irgendwohin will, laufe ich los, fertig. Ihr Menschen habt es etwas komplizierter eingerichtet. Aber am Ende bleibt die Frage dieselbe: Wie komme ich von A nach B? Möglichst selbstständig. Möglichst ohne Umwege.

Vielleicht verändert sich die Art, wie ihr unterwegs seid. Mal mit Fahrrad, mal mit Bus, mal mit Micro-Car. Der Wunsch nach Mobilität aber bleibt. Wuff! 
 

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