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Der Einwuff

Der Einwuff: Heizungstausch mit kühlem Kopf

Wer im Winter günstig heizen und im Sommer weniger hecheln möchte, kommt an der Wärmepumpe kaum vorbei

von Bonzo, dem Ballonhund

· Lesezeit 2 Minuten.
Der Einwuff: Bonzo ist das Maskottchen der Kautschukindustrie bei der IdeenExpo. Illustration: IW Medien

Japs, ganz schön heiß, dieser Sommer. Beim Gassigehen klebt der Asphalt an den Pfoten, Herrchen sucht jeden Schatten. Und ich überlege kurz, ob ein Ballonhund eigentlich verdunsten kann? Und da ist noch was. Herrchen redet neuerdings ganz anders über einen Apparat, über den er lange vor allem geschimpft hat: die Wärmepumpe. Eben noch Reizwort, jetzt der Renner im Heizungskeller.

Erstaunliche Karriere, oder? 2025 waren diese Wärmepumpen erstmals die beliebteste Geräteart beim Heizungstausch. Aus Gründen, wie ihr sagen würdet: Im Winter heizt ihr günstiger – im Sommer schwitzt ihr weniger.

Ja, kein Witz. Viele Wärmepumpen können im Sommer auch kühlen. Dafür wird der Spieß einfach umgedreht: Wärme wird nicht ins Haus oder in die Wohnung hineingeleitet, sondern heraus. Für einen Hund, der bei Hitze am liebsten flach auf den kühlen Fliesen liegt, klingt das ziemlich vernünftig. Lange wurde über dieses coole Extra aber kaum gesprochen. In der hitzigen Debatte um die Wärmepumpe war für solche Details offenbar kein Platz, da habt ihr euch lieber wild angebellt.

Umso interessanter ist die Erkenntnis: Ihr Endkunden auf zwei Beinen habt mit Hardliner-Heizungsideologie dann doch erstaunlich wenig am Hut. Eure Entscheidung im Heizungskeller trefft ihr am Ende vielmehr ziemlich kühl: Was kostet der Bums, was kostet der Betrieb, ach, kühlen kann das Ding auch? Super – machen wir so. So schnell kann aus skeptischem Knurren zufriedenes Schwanzwedeln werden.

Zwar hat die Politik zuletzt wieder an den Förderregeln herumgeschraubt, Herrchen ist wieder halb ausgetickt. Aber: Der neuen Beliebtheit der Pumpen dürfte das wenig anhaben. Schon wegen des Klimawandels. Wenn ihr nachts bei 28 Grad im Schlafzimmer hechelt, werden viele von euch nämlich plötzlich sehr offen für wirklich praktische Lösungen. Wuff!

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