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Kautschuk im Alltag

Rundes Vergnügen

Beachvolleyball, Boccia & Co. im Materialcheck

von Roman Winnicki

· Lesezeit 3 Minuten.
Süßes Nichtstun am Strand oder im Grünen?: Da werden Hände und Füße schnell unruhig … Fotos: Alekss (Fußball), grey (Volleyball), Eva (Bocciakugel), Maria (Federball) – alle: stock.adobe.com

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Im Inneren der meisten Sportbälle steckt Luft, gehalten von einer Blase aus Latex oder Butyl – Butyl hält den Druck länger, weshalb ein Fußball seltener nachgepumpt werden muss als ein Beachvolleyball. 
  • Boccia-Kugeln bestehen aus massivem Kunststoff für präzisen Wurf und ruhiges Rollen, Federbälle kommen ganz ohne Luftblase aus – ihr Kork-Kopf gibt Gewicht, der Federkranz Stabilität. 
  • Hitze, Salzwasser und Sand greifen Oberflächen an: Wer seinen Strandball lange nutzen will, sollte ihn nach dem Spielen reinigen und nie in der prallen Sonne lagern. 
 

Es ist der lang ersehnte Sommer am Strand. Die Mission ist klar: Füße hochlegen, in der Sonne brutzeln, schwimmen, endlich den dicken 
Wälzer zu Ende lesen. Nur: Irgendwann wird selbst das schönste Nichtstun langweilig. Spätestens dann wandert der Blick über den Sand: Da wird gebaggert, gekickt, geschwungen. Und plötzlich meldet sich dieses leise Kribbeln in Händen oder Füßen … Zeit, sich zu bewegen!

Fast immer gehört ein Ball dazu. Mal leicht und flatternd wie ein Federball, mal weich und griffig wie ein Beachvolleyball. Und jeder Ball fühlt sich anders an. Der eine springt, der nächste segelt. Nur die Boccia-Kugel macht genau das Gegenteil: Sie soll gar nicht hüpfen, sondern ruhig und kontrolliert rollen, selbst wenn der Sand sie bremst.

Was im Inneren von Bällen für den Strand steckt

Im Inneren der meisten Sportbälle steckt: Luft. Sie wird von einer Blase gehalten, die je nach Balltyp aus Latex oder Butyl besteht. Latex ist elastischer, verliert aber schneller Druck. Butyl ist steifer, hält die Luft aber länger. Deshalb muss ein Fußball seltener nachgepumpt werden als ein Beachvolleyball. Boccia-Kugeln dagegen bestehen aus massivem Kunststoff, damit sie genügend Gewicht haben, um präzise geworfen werden zu können. Auch ein Federball kommt ganz ohne Blase aus. Sein Kopf besteht häufig aus (Kunst-)Kork. Die Federn sind, besonders für den Einsatz am Strand, aus Kunststoff (meist Nylon).

Warum die Oberfläche das Spielgefühl verändert

Die Oberfläche eines Balls ist ganz wichtig für das Spielgefühl. Beim Beachvolleyball ist sie leicht strukturiert – und wasserabweisend, damit der Ball auch bei feuchtem Sand kontrollierbar bleibt. Fußbälle bestehen aus mehrteiligen Panels, die verschweißt oder vernäht sind (je weniger Nähte, desto gleichmäßiger die Flugbahn). Boccia-Kugeln haben eine robuste Außenhaut, die unempfindlich gegen Sand und Stöße ist. Ein Federball funktioniert natürlich anders: Er wird nicht geworfen, sondern geschlagen, sein Kopf sorgt für Gewicht, der Federkranz für Stabilität im Flug.

So bleiben Bälle am Strand länger haltbar

Sommer und Sonne fordern das Material erheblich. Hitze kann den Innendruck erhöhen, Salzwasser und Sand greifen die Oberflächen an. Ein Ball, der lange halten soll, braucht daher robuste Beschichtungen. Und er sollte nach dem Spielen kurz gereinigt werden, eine Lagerung in der prallen Sonne ist tabu. So bleibt er länger in Form – und länger im Spiel.
 

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Über den Autor

 Roman Winnicki

Roman Winnicki

Redakteur

Sprachen waren seine erste Schwäche: Roman Winnicki studierte Polnisch und Italienisch. Doch auch mit Zahlen fühlt er sich wohl, weshalb ein VWL-Studium folgte. Beruflich war er unter anderem in Wirtschafts- und Fachverlagen tätig, berichtete über Kunststoff- und Kautschukmärkte und war nebenbei als Übersetzer tätig. Seit 2023 verantwortet er die Redaktion des KAUTSCHUK-Magazins. Privat frönt er der „Fußlümmelei“: Wann immer es geht, haut er das Runde ins Eckige