Ausbildung

Die Besten im Porträt: Jonas Rödel

Karriere in der Kunststoffbranche: Jonas Rödel uns sein Duales Studium zum Verfahrensmechaniker

von Roman Winnicki

· Lesezeit 2 Minuten.
Auch er gehört zu den besten seiner Zunft: Jonas Rödel

Abi in der Tasche – und dann? Diese Frage lässt viele Schüler lange grübeln, Jonas Rödel hatte aber zumindest eine Idee: „Die naturwissenschaftlich-technische Ecke, das ist meins.“ Jetzt musste er nur noch abwägen, ob er studieren oder eine Ausbildung machen sollte. Die Entscheidung fiel auf beides. Die Firma Lamilux im bayerischen Rehau bot genau das an – ein duales Studium zum Verfahrensmechaniker in der Fachrichtung Halbzeuge und das Studium der Werkstofftechnik.

Für Rödel „ein cooles Konzept“, weil man nicht nur am Computer sitzt, sondern auch handwerklich tätig ist und sehr gute Job- beziehungsweise Übernahmechancen nach dem Abschluss bestehen. Dafür müssen Dual-Studiengänger aber insgesamt 4,5 Jahre lang büffeln und arbeiten – Letzteres natürlich im Betrieb und vor allem während der Semesterferien. Der Lohn: ein anerkannter Berufsabschluss und der akademische Grad Bachelor of Engineering.

Anpacken und mitdenken können – das sind für den heute 23-Jährigen die Voraussetzungen für eine Karriere in der Kunststoffindustrie. Lamilux stellt glasfaserverstärkte Platten her, die in den Seitenwänden von Wohnwagen und Lkws eingesetzt werden. Das sind zwar Leichtbauteile, aber nicht unbedingt Leichtgewichte. Daher kommt es hier nicht zuletzt auf körperliche Belastbarkeit an.

Wichtig ist auch Wissen, besonders in den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT). Dabei werden MINT-Kenntnisse nicht nur im Hörsaal abgefragt, sondern auch im Berufsalltag. Von der Entwicklung bis zur Anwendungstechnik durchlief Rödel unterschiedliche Abteilungen, experimentierte auch mal im Versuchslabor. Diese Mischung aus Studium und Praxis hat zu seinem Erfolg als einer der bundesbesten Absolventen der Verfahrensmechanik beigetragen.

„Kunststoffe sind in der aktuellen Zeit unverzichtbar“

Jonas Rödel

Momentan sattelt der Jung-Ingenieur noch den Master Verbundwerkstoffe drauf. Warum er noch einmal eineinhalb Jahre studieren will? „Kunststoffe sind in der aktuellen Zeit unverzichtbar, verursachen aber auch Umweltprobleme“, erläutert Rödel. Sein Antrieb ist die Neugierde. Er will nachhaltigere Lösungen finden und sich besonders in die Bereiche Biokunststoffe und Recycling vertiefen. Dass Lamilux ihn dabei unterstützt und von der Arbeit freistellt, ist nicht selbstverständlich. Ein duales Studium geht üblicherweise mit einer mehrjährigen Bleibeverpflichtung im Unternehmen einher, da Firmen in ihre Talente investieren und die Studiengebühren ganz oder teilweise übernehmen.

Das Master-Studium hat noch einen weiteren Vorteil, wie Rödel betont: Er findet nun etwas mehr Zeit für Tennis-Duelle mit seiner Freundin und kann zwischendurch auch mal bei Videospielen abschalten.

Sie gehören ebenfalls zu den Besten ihres Fachs: Nadine Reschke und Jonas Rödel.

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